Archive for the ‘Uni’ Category

Die Reise nach Val Verde, Teil 2

März 5, 2013

Erst mal überhaupt hinkommen.

Das ist nämlich von Japan aus gar nicht so einfach. Val Verde ist jetzt touristisch nicht unbedingt so ein Traumziel, geschweige denn ein Traumziel für Japaner – die zieht es sowieso höchstens mal nach Guam oder Hawaii. Es gibt also keine Direktflüge oder ähnliches. Hieß: Umsteigen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Was ich irgendwie toll fand. War noch nie da. Es ergab sich auch nie eine Konferenz oder ähnliches, und ich wollte und will immer noch mal wieder hin. Faszinierend, da. Diesmal hatte ich nur jeweils 24 Stunden auf der Hin- und auf der Rückreise Aufenthalt. In Japan hat sich irgendeine schlaue Person ausgedacht, dass man bei Dienstreisen die über die Uni bzw. staatliche Wissenschaftsgrants und/oder andere schwarze Kassen, die der Prof grad aufgetan hat, laufen, eine länderabhängige Pauschale pro Tag ausbezahlt bekommt. Das ist meiner Meinung nach extrem sinnvoll, weil am Ende sowieso ungefähr das gleiche rauskommt, und es einem das lästige Hinterherlaufen nach Quittungen erspart. Und persönlich profitierte ich auch in zweierlei Hinsicht: Zum einen konnte man in Val Verde bei manchen Dingen viel einfacher Preisnachlässe bekommen, wenn man *hust* auf das Ausstellen einer Quittung verzichtete. Zum anderen sind Hotelpreise im Land der unbegrenzten Möglichkeiten leider recht hoch. Kurz sleepinginairports.net gecheckt, geht, und die Pauschale für den Tag eingesackt.

Und alle so yeah.

Der Flug in die USA verlief relativ unspektakulär. Leider American und nicht United, ich hätte doch so gerne Channel 9 gehört… auf dem Flug eine interessantes Gespräch mit einem Koreaner gehabt, der an der Waseda studierte und Bekannte in den USA besuchte, wir sprachen ein wenig über meine Zivildienstzeit und seinen Wehrdienst. Seine Geschichten ähnelten irgendwie stark dem, was man so von Freunden und BW-Zeit hört. Die kommen da wohl auch um vor Langeweile und Sinnlosigkeit. Das erste Mal überhaupt, dass ich mich mit einem Sitznachbarn im Flugzeug unterhalten habe, irgendwie sitzen sonst normalerweise nur Arschlöcher neben mir.

Einschub: Kleiner Rant

Ich halte die USA nach wie vor für ein extrem interessantes und auch bewundernswertes Land. Nichts geht mir daher mehr auf den Sack als ein dumpfer und hohler Antiamerikanismus, der seit Ende der 90er in Deutschland die linke Ecke verlassen und in den Jahren von Bush junior den deutschen Mainstream erreicht hat. So, dass man sich von $Egon aus $Badfickmichtot, der sein ganzes Leben $Badfickmichtot nicht verlassen hat und seine Informationen im Wesentlichen aus Spiegel-Online bezieht, erklären lassen muss, wie schlimm es dort doch sei, so ohne Krankenversicherung, mit den ganzen Waffen, die jeder Amerikaner unter seinem Kopfkissen hortet und das schlechte Essen (wir sind ja in Deutschland für unsere Spitzenküche und unser Bewusstsein für gutes Essen weltberühmt), und überhaupt, und so. Und leider auch manchmal noch subtiler, ich bekam mal von irgendjemandem erklärt, wichtige Steuerungssysteme z.B. bei Atomkraftwerken etc. seien in den USA so designt, dass im Falle eines Falls der Computer vollautomatisch die letzte Entscheidung träfe, während man in Deutschland/Europa dazu tendiere, diese Entscheidung einem Menschen zu überlassen [1]. Eine perfekte Gelegenheit, endlich mal Bodo Wartke zu verlinken.

Einschub: Ende

Einreise

Bei der Einreise war eine laaaaaaaange Schlange und ich stand ganz hinten. Überall waren Flatscreens aufgebaut, in der mich mit patriotischer Musik unterlegte, hübsch und höflich lächelnde Damen und kahlrasiert grimmig guckende Herren über meine Rechte als Einreisender, vor allen Dingen aber über meine Pflichten aufklärten. Leider war die Schlange so lang, dass ich die Subs nicht lesen und den Ton nicht verstehen konnte, bis ich etwa zur Mitte der Schlange vorgedrungen war. Und als ich dann verstand, was da gesagt wurde, war ich irritiert: In dem Video erklärten mir, dass mit Ausnahme von permanent-residents bzw. green-card holdern _jeder_ ein Formular I-94W vorlegen müsse. Und zwar korrekt und präzise ausgefüllt, mit allem Drum und dran und wehe! man käme zu dem Herrn da an der Theke ohne. Im Flugzeug wurde nur die Zollkarte rausgegeben – mh, irgendwas schiefgelaufen? Die Airlines achten da doch sonst so drauf… Also raus aus der Schlange, Karte genommen, und wieder hinten angestellt.

1,5h später.

Absolut freundlicher Grenzbeamter (konträr jeglichen Klischees wirklich nett): Haben Sie das ESTA elektronisch ausgefüllt – Ja – dann brauchen sie das hier nicht! – und zack, zerknüllt es.

Hatten die das Video halt noch nicht upgedatet. Kann ja passieren. Ist ja kein Problem.

ICH HAB JA ZEIT!

Cola mit High-Fructose Corn Sirup

Also dann am Airport auf der Bank gepennt rumgelungert, ungemütlich aber machbar. 24h Konbini hatte offen, die wichtigste Frage direkt geklärt: Nein, Cola mit High-Fructose Corn Sirup schmeckt keinen Deut anders als Cola in Deutschland. Oder Japan.

Einschub: Weiterer kleiner Rant[2]):

Westliche Länder sind so inconvenient. Beispiel Check-In. In Japan ist an jedem Flughafen für jede Fluglinie, auch für Economy, immer ein Check-In Schalter besetzt. Immer mit _extrem_ hübschen Damen (die natürlich kein Wort Englisch sprechen, aber das ist ja egal. Die arbeiten ja nur an einem Flughafen, und außerdem sind sie hübsch). Man _kann_ natürlich zu einem Automaten gehen, wenn man will. Aber wenn irgendwas ist, geht mal halt zu einer _lebenden_ Person. Die sich auch so verhält; im Gegensatz zum Beispiel zu Personen der Stadtverwaltung in GOM/Deutschland.

Bei American waren Check-in Schalter für Economy natürlich wegrationalisiert. Gab nur einen Self-Checkin/Self-Baggage-Drop. Jetzt ist so, dass sich irgendein Ingenieur hingesetzt und die üblichen Use-Cases durchgespielt hat. Fliegt man in ein Land und wird bei der Einreise abgelehnt, besteht am Ende immer ein großes Risiko, dass die Airline auf den Kosten sitzenbleibt, umgeschedulet werden muss, etc. Daher hatte der Ingenieur natürlich eine Sperre eingebaut, wenn man mit einem deutschen Pass auf einer amerikanischen Fluglinie in ein südamerikanisches Land wie Val Verde fliegt. Zwar kriegen Deutsche bei Einreise normalerweise problemlos ein Touristenvisa, und die Konferenzorganisatoren klären bei solchen Events vorher immer ab, ob man mit Touristenvisa legal zum Zwecke eine non-commercial scientific conference einreisen darf (geht fast immer, und interessiert halt auch normalerweise keinen bei der Einreise), aber es handelte sich halt um Val Verde, mit zweifelhafter Regierung und überhaupt und so. Deswegen stand dann da: Kontaktieren sie einen Check-In Agent. Und jetzt versuch mal um 6:00 morgens auf einem riesigen Flughafen mit zig Terminals und Abschnitten einen ver***** Check-in Agent von American zu finden, der einen Key hat, mit dem er den Check-In confirmen kann. Weil die sind ja alles wegrationalisiert, weil man die nicht braucht, weil es ja einen Automaten gibt, bei dem man selbst einchecken kann. Und Dein Flieger geht bald. Und Du bist nervös, denn wenn Du auch nur irgendwie Deinen Flieger verpasst, oder der sich verspätet, dann stehst Du spät nachmittags/früh abends in Val Verde am Flughafen ohne Anschlussflug. Ohne Sprachkenntnisse in Spanisch, ohne Hotel, und in dem Flughafen, aus dem laut State-Department „Drogenbanden heraus operieren“, in denen es „glaubhafte Berichte gibt, in denen uniformierte Kräfte am Flughafen in Bedrohungen, Erpressungen und Express-Kidnappings involviert waren“ und den man „außer per vereinbarter Abholung weder tagsüber noch nachts verlassen sollte, weil man sonst hohe Gefahr läuft, Oper einer Express-Entführung und/oder eines Überfalls zu werden“. Needless to say, taucht natürlich auch regelmäßig in den „World’s worst airports“ auf.

Grmpf.

Der Punkt ist, dass hätte _so_ auch in Deutschland passieren könnten. Denkt halt keiner mit, und „Ist nicht mein Problem!“. In Japan würde so `was einfach _nie_ passieren. NIE. NIE! Weil die Leute da mitdenken.

Einschub: Ende

Hat dann aber doch geklappt, ab in den Flieger und weiter ging’s.

[1] interessanterweise wird der gleiche Scheiss‘ manchmal von Amis als Argument für Boeing (Pilot hat Kontrolle) vs. Airbus (Computer hat Kontrolle) angeführt.

[2] Ist dieses Blog nicht eigentlich ein einziger ~?

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Geschafft

März 5, 2012

bin ich, und auch eine wichtige Prüfung.

Es scheint, mein gesamtes Talent beschränkt sich darauf, in der Lage zu sein „sich irgendwie durchzumogeln“. Das war auch auch diesmal wieder erfolgreich, und gleichzeitig das Beste was ich konnte.

Es wäre schön, mal echtes Talent in irgendeiner Disziplin zu besitzen und Dinge mit einem Gefühl der Zufriedenheit abzuschließen, aber, wie ein ehemaliger Lehrer immer zu sagen pflegte: Das Leben ist kein Ponyhof. Und so sieht dann auch meine momentane Lebenssituation aus, chaotisch. Wird Zeit für ein paar grundlegende Entscheidungen.

Hier ist jetzt erst mal Pause bis Mitte März, wenn ich von einer längeren Reise zurückkehren werde.

Closing in…

Februar 14, 2012

slowly, but steadily.  T -17.

Tiere

Dezember 2, 2011

Es war nicht das erste Mal, dass mich eine solche Mail wie heute erreichte:

This is Facilities Management Department

It seems that some people use the (common) bathrooms as a toilet. Using a bathroom as a toilet is strictly prohibited. Please use the toilet in your room. Please use the communal areas properly and keep them clean, as well as your room.

Und jetzt mal unter uns: Multikulti und so ist für’n Arsch. Das merkt man immer dann, wenn man mit fremden Kulturen tatsächlich zusammenlebt. Ging‘ einem Komillitonen in Charles-City damals genauso. Manche Kulturen passen halt zusammen, und manche halt überhaupt nicht.

Bei dem Griechen im Nachbarwohnheim hat sogar mal jemand in den Flur geschissen.

Kein Witz.

Beste war noch, daß die vom Facilities Management sowas geschrieben haben a la „Bitte scheissen sie nicht in den Flur, denn dann müssen wir ein spezielles Spezialunternehmen beauftragen, was Kosten verursacht, und wir müssen eventuell die Mieten erhöhen. Außerdem verursacht es eine Störung für alle.“

Anstatt zu schreiben „WTF? Geht nach‘ Hause in den Dschungel wo Ihr herkommt und hingehört! verdammtes Pack, doh!“. Oder gleich Herrn S. aus M. einfliegen lassen, um diese Message von ihm deutlichst verkünden zu lassen.

Kann schon verstehen, daß die Japse vorm Zweiten so ’ne Art Überheblichkeitskomplex gegenüber anderen asiatischen Völkern entwickelt haben. Wie soll man die auch ernstnehmen, wenn die noch nicht mal stubenrein sind?

Ja klar, natürlich könnte es auch sein, daß es die Japaner oder die fünf Europäer/US-Amerikaner sind, die immer wieder in die Dusche pissen. Vorverdächtigung, immer diese Stereotypen und so.

Aber wenn man die Zahl der Chinesen und Vietnamesen (2000 Jahre Hochkultur my ass) hier betrachtet, dann kann man auch einfach zwei und zwei zusammenzählen. Scheiss‘ auf die Hippie-Bewegung, scheiss‘ auf Watergate, scheiss‘ auf Gerald Ford. Wären die doch mal da geblieben.

Das interessante ist, das eingesperrte Tiere wie Affen es schaffen, sich eine Ecke im Käfig auszusuchen. Vietnamesen und Chinesen schaffen das scheinbar nicht.

Ich behaupte, wenn man in einem Multi-Kulti-Wohnheim wohnt, dann wird man zwangsläufig rechtsradikal. Führt kein Weg dran vorbei. Toleranz heißt nun mal nicht, daß man in die Dusche pissen akzeptiert. Und wenn es immer wieder von gewissen Volksgruppe kommt, dann ist es ja noch nicht einmal falsch, so zu generalisieren.

Meinen Flur hatte ich eigentlich unter Kontrolle, so dachte ich. Weil Nachbar $1 eigentlich ein ziemlich cooler Typ war. Und ja, er war ebenfalls Chinese. Halt nur in der zivilisiert netten Version. Natürlich gibt es die, und natürlich pissen nicht alle Chinesen und Vietnamesen in Duschen. Und weil ich Nachbarn $2, einen Vietnamesen mehrfach dumm anmachte, weil er nachts um 4 Uhr lärmte, so glaube ich, daß das genug Respekt erzeugte, daß er nicht in die Dusche pißt.

Aber jetzt sind beide ausgezogen, und ich habe um „meine“ Dusche Angst, daß auch in unserem Flur so Sachen passieren…

PS: Zur Political Correctness: Das Lustige ist, dass es scheinbar einen „Hochkulturzirkel“ gibt, der das ganz ähnlich sieht. So fluchte der Koreaner genauso wie ich immer wieder über dieses „Assipack“ [1], und wünschte sich in einem Wohnheim ohne jene Volksgruppen zu wohnen.

[1] sinnerhaltend übersetzt. Er lebte als Kind in New Jersey. Ich konnte nicht ganz genau verstehen, was er sagte, aber ich hatte in dem Moment große Angst.

Der Rest kommt in die _Mensa_

Juli 28, 2010

Aufgrund des Ausländeranteils sieht man hier abends manchmal Menschen aus den verschiedensten Kulturkreisen in der Mensa speisen.

Je nachdem um welchen Kulturkreis es sich dabei handelt, kommt es dann einem auch manchmal fast hoch.

Tooooookiiiiioooooo [4]

März 16, 2009

der Beitrag wird etwas durcheinander, ich bin nämlich seit fast genau 52 Stunden wach. Meine Eindrücke aus Tokyo:

– Fahre nicht mit dem Nachtzug nach Tokyo! Ich habe auf jeden Fall herausgefunden, daß ich nicht schlafen kann, wenn sich der Untergrund bewegt (Rotationsgeschwindigkeit der Erde mal ausgenommen). Das hieß: Völlig fertig, körperlich + Nerven, und ungeduscht, immer perfekt geeignet um peinlich aufzufallen, weil Asiaten kaum schwitzen, angekommen.

Interessanterweise ging das damals in Fronkroich, aber da hatten wir auch diverse Flaschen Wein gekillt, im Zug, und auch die Nerven der Mitreisenden in den Cabins neben uns, glaube ich.

In Ueno mit den Pennern rumgestrollt um Zeit totzuschlagen (Scheiss Nachtzug kommt _vor_ 6 Uhr an) ab zum Konferenztreffen, Präsentation vorbereitet, ganzen Tag fiese Talks reingezogen und mehrfach fast eingeschlafen, kein Kaffeeautomat im Gebäude (was? hier Tokyo!!!), Hotel, schlafen.

Nächster Tag komplett voll mit Workshop, nachmittags meine Präsentation, hzb abgeholt, essen, schlafen, aufwachen. Dann Immatrikulation der hzb (das gibt es wirklich nur in der DDR Japan[5], daß es heutzutage noch Unis gibt, wo man sich tatsächlich nur an genau zwei Tagen,  je von 10:00-12:00 und 14:00-16:00) [3] einschreiben kann.

Ich kann mich daran erinnern, daß ich anno 2000 da son Brief irgendwohingeschickt habe und dann auch einer zurückkam,  und dann war ich immatrikuliert. Und dafür musste ich nicht extra _einen_ _Flug_ nach Charles-City buchen. Zur Regelung der Sache mit den Studiengebühren bitte übrigens nochmal vorstellig werden, in 3 Wochen, an zwei möglichen Tagen mit Zeiten wie oben.

Dinge, die mir aufgefallen sind:

Tokyo ist groß.

Ne, ich meine, Du denkst vielleicht, der Kölner Dom ist groß, oder „wow“, die Natur hat mich reich beschenkt, aber wir sprechen hier von _völlig_ anderen Dimensionen. Nimm einfach Charles-City und multipliziere das mit $n$, for $n rightarrow infty$.

Wobei, auf der anderen Seite wirkt es für „ordentliche, teutsche“ Verhältnisse auch wieder nicht groß, im Sinne das: Mehr so wie Berlin oder Ruhrpott, d.h. 30 kleine Städte mit 30 Zentren und 30 Umgebungen. Naja, schon etwas dichter als der Pott (im Zweifelsfall gewissen Strecken zu Fuß überbrückbar, wobei die Abneigung der mir bekannten Japaner gegenüber dem Wort „Wandern“ in etwa asymptotisch zur Kenntnis der Wahrheit über des Deutschen liebstes Fastfood ist).

Den gab es übrigens auch, auch wenn nicht probiert, wurde mir aber doch in quasi heimatlicher Weise angeboten. Mit japanisch… türkischem? Akzent, ich wollte ja schon hingehen und sagen mit alles und scharf und mich ein bisschen dumm anmachen lassen vor meiner Freundin, daß vermisst man ja schon irgendwie…

Gaijin-Couple-Dichte in Ueno war 0,35 alwgpjhc/min [1] [2], auf der einen Seite cool, weil weniger Glotzerei als üblich, auf der anderen Seite uncool, wegen voller Erfüllung des üblichen Klischees.

Hotel, genau noch kurz was für die „Japan ist durch, is klar ne?“-Fraktion, damit auch Ihr Euer Klischee bestätigt bekommt, ja ich rede von Euch, OG und Shape! 😉

für Kunden mit "speziellen" Wünschen

für Kunden mit "speziellen" Wünschen

Restliche, weniger spektakuläre Fotos, kommen bald in der Gallery, wie üblich.

Apropos Hotel, war mal cool, definitiv oberhalb der üblichen japanischen Businessklasse. Glaube das finanzielle akademische Jahr geht zueende und die Kohle muss raus, oder ist zueende und das wurde noch übers alte gebucht. Hat mir auf jeden Fall ein Assistenzprofessor neulich gesteckt, der wollte noch innerhalb von zwei Wochen 10 Notebooks bestellen um die Kohle rauszuhauen, aber Dell konnte nicht so schnell liefern. Glaube, sie haben dann Netbooks und Projektoren und neue Bürostühle gekauft.

Manche Dinge sind wohl auf der ganzen Welt gleich. Sollte also durchgehen gehen, die Abrechnung. Außerdem mag mich die Sekretärin.

[1] average-looking-white-gaijn-plus-japanese-hottie-couple/minute

[2] also 7 auf 20 Minuten, uns eingschlossen, danach habe ich aufgehört zu zählen

[3] wobei, immer noch besser als meine Hausbank.

[4] zur korrekten Aussprache bitte Harald Schmidt, „Japaner im ICE“ konsultieren

[5] ichweißichweiß, ich bin wieder _zu_ gemein

Gefährlich

September 2, 2008

„This is General Affairs Section.
We would like you to inform that we obtained information on a bear…“

Mal wieder. Man beachte auch wieder das typisch japanische Englisch.

Naja, diesmal direkt auf meiner allsonntäglichen Joggingstrecke. Aber ich bin ja schnell.

Hoffentlich schnell genug.

Wer auf Neuigkeiten wartet

September 1, 2008

wird sich noch etwas gedulden müssen.

Im Moment sieht mein Alltag meist so aus:

* 9 Uhr Wecker
* 9:15 Uhr Wecker
* 9:35 Wecker, diesmal wirklich. private Mails, Tee, duschen
* ca. 10:15: betrete das Büro, schalte die Klima und meinen Rechner an, neue Mails auf der Uni-Adresse
* 12:30 Mittagessen
* 13:15 zurück ins Büro
* 13:30 Japanischunterricht
* 15:00 Seminar, Programmieren, Diskussion mit $Boss1 und $Boss2
* 18:15 Abendessen
* 18:45 Paper lesen, programmieren, usw.
* 21:30 Schluss für heute!

Da fehlt dann abends einfach die Kraft noch irgendwas sinnvolles zu machen. Zumal ich dann abends meist versuche, wenigstens kurz noch Vokabeln, Kanji etc. zu wiederholen.

Erstaunlicherweise kommt fürs Studium bei der ganzen Zeit viel weniger rum, als man so denkt. Ich frage mich manchmal wo die Zeit bleibt…

Japanisch lernen

Juli 7, 2008

Hier gibt es kostenlose Angebote Japanisch zu lernen. Zweimal pro Woche jeweils Anfänger, Mittelstufe und Fortgeschrittene.

Leider lehrt die Lehrerin Japanisch so, wie früher mein Lateinlehrer. Das heißt: Als tote, nicht-gesprochene Sprache. In den gesamten 1,5h Unterricht habe ich selbst kein Wort gesagt.

Die Lehrerin hat dagegen ununterbrochen geredet. Und immer wenn mal ein Grammatikpunkt unklar war, hat sie den nicht übergangen sondern erklärt. So kam es, daß man ständig völlig wahllos irgendwelche Grammatikregeln kurz angerissen hat – wenn ich nicht durch den Unterricht in Deutschland schon vorher gewusst hätte, worum es geht, hätte ich niemals verstanden, was die Dame uns eigentlich sagen wollte.

Man merkt ja erst immer, wie toll etwas war, wenn etwas vorbei ist. Aber ich vermissen den Unterricht von YY-sensei und dann später von KK-sensei total. Die hatten sich damals auf der einen Seite einfach ziemlich für das Unterrichten begeistert, auf der anderen Seite aber auch „peinliche“ Situationen durchaus mal forciert. Damit meine ich: Jemanden explizit bzw. reihum drannehmen. Und wenn derjenige die Übung nicht konnte, dann wurde halt gewartet, bis da was kam.
Sicherlich ist es unangenehm eine solche Streßsituation zu erzeugen – vor allen Dingen wenn man sich am Anfang nicht so gut kennt. Aber letztendlich lernt man glaube ich nur so, eine Sprache sicher zu sprechen.

Wenn in japanischen Schulen Englisch auf diese Weise unterrichtet wird, verstehe ich warum viele Japaner auch nach 7+ Jahren Englischunterricht, nicht synchronisierten Filmen in Fernsehen und Kino und der Nähe zu den USA trotzdem oft kaum ein Wort herausbringen.

Ich hoffe meine Japanisch geht nicht ähnliche Wege…

Gefährlich

Juli 3, 2008

gerade per morgendlicher Rundmail bekommen:

This is General Affairs Section.

We would like to inform you that we obtained information on a bear.

July 1 about 10:00 p.m.

A bear appeared around N. Area (at the bottom of … Science Park).

General Affairs Section