Japanische Männer

Zuerstmal bitte ich um Entschuldigung ^_^, daß bei meinem Blog hier nicht so total süßer Schnee 🙂 quer über den Text/das Blog fällt, hihi. Ist irgendwie total süß und soooo niedlich *grins*, aber irgendwie auch so voll schwierig so, daß einzustellen lol

Ich kaufte neulich so eine Art Lifestylemagazin für Frauen, genauer ein regionales Lifestylemagazin für Frauen. Da stehen dann so Sachen drin wie „Brazilian Waxing – der neue Trend in Japan!“, „Brustverkleinerung – welche Klinik hat die besten Chirurgen?“ und „vegetarisch essen – die zehn leckersten Rezepte“.

Kleiner Scherz.

Außer das mit dem Kauf. Wieso? Nein, ich habe nicht das Ufer gewechselt, man lernt einfach Essen im Allgemeinen mehr zu schätzen hier. Enthalten war ein Sandwichguide, die besten Sandwiches der Präfektur, mit Fotos, Adressen der Restaurants etc. So mit Aufklappteil in der Mitte, quasi wie Playboy, halt nur für Sandwiches. Hier mal ein Foto, woohohohoho…

Aufklappteil

Alter, hast Du die Schnitte auf Seite 4 gesehen? Geil oder? Was die für Tomaten hat!

So ‚was hab ich in Deutschland noch nie gesehen, höchstens mal in Frauenzeitschriften beim Arzt bei Kochrezepten, aber das ist dann meistens ein Fraß, was auf dem Foto schon aussieht wie ein Haufen frisch Erbrochenes.

Die Sandwiches waren ok, aber das ist ja hier auch nicht das Thema. Thema ist das Cover, was mich stutzig werden lies:

ES

Frage Nr. 1:

Was ist das?

  1. ein Mann
  2. eine Frau
  3. ein Westerwelle

Frage Nr. 2:

Was haben Frage Nr. 1 und das Halteproblem gemeinsam?

  1. Beide sind nur schwer zu begreifen
  2. Wenn man das sieht, möchte man auch in den Apfel beißen
  3. Beide sind unentscheidbar

Ne im Ernst, ausländische Männer + japanische Frauen, das sieht man oft, irgendwie passt das zusammen – wie in Deutschland ja bekanntlich jeder weiß, und diese weltmännischen Fachkenntnisse auch gern zu jeder passenden und unpassenden Situation zum Besten gibt, meistens, weil alle asiatische Frauen sich problemlos den (westlichen) (Macho)männern unterordnen, während westliche, emanzipierte Frauen sich sowas natürlich nicht gefallen lassen.

Japanische Männer und ausländische Frauen sieht man eher selten, ich bin keine Frau, aber ich könnte mir vorstellen, daß das androgyne Auftreten vieler Männer da eine Rolle spielt [1]. Das hat übrigens nicht nur was mit soushoku und nikushoku zu tun, weil das tendenziell nicht nur das Äußere, sondern vor allen Dingen auch die Passivität des Zugehens auf Frauen misst. Will sagen:

Selbst bei den größten Hechten kann es sein, daß die nicht aussehen wie Bruce Lee, sondern eher wie das da auf dem Cover. Welche Frauenzeitschrift, welche Lifestylezeitschrift in Deutschland würde so ein … wasauchimmer… auf das Cover drucken?

Ich stelle derweil wagemutig die These auf, daß das mit japanischen Frauen und ausländischen Männern vielleicht auch deswegen so gut klappt, weil selbst absolute Vollnerds wie meinereiner ungefähr 1000x  männlicher sind als das Honk da auf dem Titel. Klar, wenn jetzt ein Bruce Lee um die Ecke kommt, dann hab‘ ich verloren, aber genauso wie man einen Chuck Norris in den USA im echten Leben nur einmal zu Gesicht bekommt [2] ist die Chance den hier zu treffen doch eher gering [3].

Mein Eindruck mag aufgrund meiner Umgebung verzerrt sein, aber ich setze an zum ultimativen Beweis:

Hooters hat eine Filiale in Tokyo eröffnet. Und während ich mir noch überlege, ob man es bringen kann, seine Freundin zu einem gemeinsamen Besuch zu überzeugen, erschrecke ich schon in der Aussicht, daß die bald wieder schließen werden. Wieso?

Nun, sexuelle Weiblichkeit im Stil von Hooters ist zuviel für die meisten japanischen Männer. Die kommen da nicht drauf klar. Man kann von Hooters denken was man will, aber in Bezug auf dort arbeitende Frauen assoziiert man, außer zwei anderen Dingen, doch auch ein gewisses Selbstbewusstsein – dort arbeiten keine Mädchen, sondern Frauen.

Ganz analog sieht man z.B. auch sehr selten Sportlerinnen oder sportlich durchtrainierte Frauen auf irgendwelchen Covers von Zeitschriften; die stehen auch selten im öffentlichen Interesse wie zum Beispiel in Deutschland, wo sogar Bild irgendwelche Headlines a la „Deutschlands schönste Olympionikin“ bringt.

Haben Addi und Leni also doch was gebracht.

Und wer glaubt, ich spinne mir das hier alles zusammen, nachdem ich diese Zeilen schrieb und das Hooters schon mal auf youtube abcheckte, fand ich dieses Video einer japanischen V-Loggerin [4]. Und was sagt die zu Hooters:

„Personally I don’t think this kind of place will last for a very long time….people just jump on something American and New but I think many Japanese men would feel rather awkward and intimidated by these women….. I think they prefer naive maids. ;)“

Ich weiß nicht was ich dazu noch schreiben soll. Ich kann diese Sprachlosigkeit nicht vermitteln. Ich bin schockiert, fertig.

intimidated by hooters

Ich meine, wenn Pornobrille mit seinen Mannen hier aufmaschiert, dann ist Kampf bis zum letzten Mann, aber wenn der seine Schwedinnen mitbringt, dann ist hier Kapitulation in 3, 2, 1 oder wie? Intimidated by hooters, das ist Pussytum hoch zehn.

Ich meine, da stimmt doch was grundsätzlich nicht![4]

… oder ist es doch ’ne Frau, und ich hab hier nur Quatsch geschrieben?

[1] Tokyo-Hotel existiert, aber gibt es wirklich Frauen, die auf sowas stehen?
[2] vor dem Roundhousekick
[3] ja, ich weiß der ist nicht mehr unter uns, das war ein Witz! RIP.
[4] natürlich sind hier nicht alle Männer so, blablabla ungerechtfertigte Pauschalisierung blablablablub politisch nicht korrekt blablabla Fresse? blabla

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5 Antworten to “Japanische Männer”

  1. coolio Says:

    He, du wirst mir ja fast noch symphatisch….
    Gespraech mit meiner scharfen Nachbarin: „Also ich finde ja, Maenner sollten keine Koerperbehaarung haben. Das ist doch sexy. Ausserdem kann man sich mit solchen Typen ueber alles Wichtige unterhalten: „Kosmetik, Kochen, Klamotten und Kaufen. Die 4 K’s eben.“
    Meine Antwort: „Also ich finde ja, die japanischen Frauen sollten erstmal anfangen sich die Koerper zu enthaaren. Und ausserdem kann man sich mit mir doch auch ganz toll unterhalten: “ Saufen, Sex, saulaute Mopeds und Schlampen. Die 4 S eben.“ Seitdem spricht sie nicht mehr mit mir. Komisch……

  2. BigAl Says:

    Wenigstens müssen wir A-länder uns keine Sorgen machen daß es sich um einen Virus oder sowas handelt… Bin gerade in D und gestern hat mir meine Bankberaterin ihre mächtigen Dinger über den Schalter gehängt. Bin auch ganz traumatisiert, aber eher im positiven Sinne. Zumal sie auch noch rank und schlank war.
    Also keine Sorge, es ist genetisch 😉

  3. Suchbegriffe « Unser Mann in Japan Says:

    […] Meine persönlichen, fragmentierten Eindrücke zu japanischen Männern finden geneigte Leser übrigens hier. […]

  4. Die Reise nach Val Verde, Teil 4 | Unser Mann in Japan Says:

    […] nach Val Verde traute – unterhielt man sich, wie es sich gehörte, nach der Arbeit über die vier S. Auf der anderen Seite ist mir auf den japanischen Tagungen auch klar geworden, dass die wirklich […]

  5. Cherise Gardea Says:

    Dein Beitrag gefällt mir sehr gut! Weiter so 🙂

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