Archive for November 2009

Hamwa wieder was gelernt, hamwa

November 9, 2009

wieder was gelernt, ham wa wieder was gelernt beim Bernd…

so halb ist dieses Blogposting mehr eine Erinnerung an mich selbst, für den nächsten Versionssprung.

Eingabe japanischer Zeichen unter Linux ist immer so eine Sache. Es funktioniert meistens nach viel Arbeit irgendwie, bis man die nächste Version installiert. Es gibt zahlreiche „Input-Server“, die für mich als Benutzer zwar im Prinzip alle gleich sind, sich aber doch in manchen Dingen unterscheiden, genauer gesagt meist in der klitzekleinen Tatsache, daß manche in manchen Versionen unter manchen Distributionen manchmal japanische Zeichen liefern, manchmal aber auch nicht. Ich bin, als Fan von freier Software, aber sehr sehr froh, daß ich die Wahl habe zwischen zahlreichen verschiedenen Input-Servern (es könnte ja eventuell einer proprietär werden), ich beschäftige mich sehr gerne mit der Konfiguration meines Systems in meiner zahlreichen Freizeit. So wie bei OSX und Windows ein paar Klicks in ein paar Menüs und schon kann man Japanisch eingeben, also das wäre doch langweilig. OSX und Windows können das ja auch erst seit ca. OSX 10.2 und Windows 2000, das sind ja gerade mal ca. 8-9 Jahre. Kann ich schon verstehen, daß sich da niemand drum kümmert, wer lernt denn heutzutage schon eine Fremdsprache. Besser mal was einbauen, wovon ich als Desktopnutzer wirklich profitiere.

Für Ubuntu gibt es hier ne nette Anleitung die nicht schlecht ist, bis auf den kleinen Mangel, daß sie nicht funktioniert. Genauer: Scim funktioniert hier unter 9.04 nicht mit Qt-Programmen. Was heißt, daß man bei Anki keine japanischen Zeichen eingeben kann. Was nervt.

Ich bin dann folgendermaßen zum Ziel gekommen (wie gesagt, Ubuntu 9.04).: Mit UIM. Ich weiß nicht, welche der Schritte redundant sind und eigentlich nicht benötigt werden, aber ich werde einen Teufel tun, jetzt irgendwas zu verändern, um herauszufinden, ob es benötigt wird.

1.) Obiges Tutorial befolgen, um grundlegenden Japanisch-Support zu bekommen, d.h. vernünftige Schriften etc.

2.) Alle Pakete mit scim-* deinstallieren

3.) Paket im-switch, sowie ziemlich alle Pakete mit uim-* installieren, insbesondere: uim-applet-gnome, uim-xim, uim-anthy, uim-gtk2.0

4.) ~/.gnomerc hat als Inhalt:

GTK_IM_MODULE=uim ; export GTK_IM_MODULE
QT_IM_MODULE=uim ; export QT_IM_MODULE
uim-xim &
XMODIFIERS=@im=uim ; export XMODIFIERS

5.) uim-pref-gtk ausführen, z.B. im Terminal

6.) Input-Meta-Toggle-Key auf „CTRL + Space“, „Shift-Space“ oder „Alt-Shift“ setzen, je nach Geschmack. CTRL-Space war ich von Scim-Zeiten gewöhnt. Bzw. von den wenigen Scim-Zeiten, als Scim tatsächlich funktionierte.

7.) Alternative Input Method: Anky

9.) Jetzt noch nach System->Einstellungen->Startprogramme und da einen neuen Eintrag machen für „uim-toolbar-gtk-systray“ um ein Icon in der Gnome-Leiste rechts oben zu bekokmmen. KDE leider unKool: da habe ich Keinen Plan.

Und schon kann man Japanisch schreiben, trotz deutschem Locale. War doch ganz einfach. Wie man jetzt Tomoe (japanische, mehr oder weniger funktionierende Handschrifterkennung) wiederbekommt, das nehme ich mir als Projekt für den nächsten längeren Urlaub vor.

Ansonsten bin ich mal gespannt, was man sich hat einfallen lassen bei 9.10, damit obiger Weg nicht mehr funktioniert. Irgendwas Vertracktes wird sich schon gefunden haben. Scim, Uim – Canna habe ich bisher noch nicht ausprobiert, das wäre doch mal was. (Canna ist kein Inputserver, sondern quasi die – obligatorische – Alternative zu Anthy. In Linux geht halt nichts ohne mindestens zwei konkurrierende Projekte, die im Prinzip das gleiche tun und beide Bugs haben)

Advertisements