Archive for August 2009

M O L O C H

August 21, 2009

das wäre dann die zweite Assoziation gewesen. Von oben Passanten oder so, auf Schwarz-Weiß gemacht, dann Überblendung auf Freder, wie er die Hände über dem Kopf zusammenrauft und schockiert ist, Überblendung auf die Moloch-Maschine, Überblendung auf einen typischen Salaly, Entschuldigung, Salaryman, Explosion undsoweiterundsofort. Aber wie sollte das auch gehen. In Tokyo gibt es weder Mittler, Hirn, noch Herz.

Denke die gewählte Assoziation checkt auch jeder sofort. Timing bin ich etwas unzufrieden, auch Bildqualität insgesamt, aber nach 5 min gingen mir die Akkus aus, hatte vorher nicht geladen. Und halte mal die Kamera 20 Sekunden lang still für die Nachtbelichtung, mit einer Hand, über Kopf damit nicht die ganzen Menschen mit drauf sind, die Dich die ganze Zeit anrempeln.

Codec: Flash nervt irgendwie sowohl zu kodieren als auch einzubinden, sofern man nicht youtube & Co benutzt; am Ende hatte dann Quicktime das beste Quality/Space-Ratio.

Fernsehen

Version mit höherer Auflösung gibt’s im privaten Fotobereich.

PS: Kleines Rätsel: Wer schafft es den Schriftzug zu entziffern und dadurch das Gebäude zu identifizieren? Also nicht das Hotel. [Kleiner Hint: Ein Gebäude ähnlichen Typs sah in Charles City aus wie eine Bohrinsel]

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Es gab ein großes Feuerwerk…

August 5, 2009

und in diesem Fall bin ich mir sicher, daß die Nachbarn was bemerkt haben.

Zuerstmal das Sumidagawa Feuerweksfestival, hier die Wiki-Beschreibung.

Was der Wikipedia-Artikel nicht verrät, ist, daß von den 8 Millionen Einwohnern Tokyos, meiner persönlichen Schätzung zufolge, die Hälfte da waren. Es war wirklich voll.

Ich meine so voll, daß man sich nich vorwärts, rückwärts oder seitwärts bewegen konnte.

Ok, jetzt denkt sich der eine oder andere in Deutschland, hm, war wohl schon voll da, vielleicht so wie auf der Pfingstkirmes, hinten beim Autoscooter, beim Lenzenplatz.

Nicht mal ansatzweise!

Denk Dir den Stau vor der Dönerbude beim Dieler, multipliziere das ganze mal 1000 und Du bist nocht nicht mal nahe dran.

Der hzB wurde dreimal ordentlich auf die Schuhe getreten. Links, rechts (dann war ausgeglichen), aber dann leider nochmal links und immer mit diesen fiesen Holzdingern, weil die ganzen Damen in ihren Yukatas unterwegs waren. Wir nicht, was die hzB angeht bin ich da offen, aber an Westler hier meine Warnung aufgrund persönlicher Überzeugung: Es gibt kaum eine Möglichkeit, als Mann in traditioneller, japanischer Kleidung herumzulaufen und dabei seine Würde zu behalten. _Nicht_ möglich.

Desweiteren jede Menge Imbißstände, die bei keiner deutschen Gewerbeaufsicht so durchgegangen wäre, was Lebensmittelsicherheit u.ä. angeht. Und Bier für 500 Yen pro 330 ml Dose.

Und natürlich, und das ist das wichtigste, KEINE MÜLLEIMER weit und breit, weil natürlich die Millionen von Besuchern dieses Festivals keinen Müll produzieren.

Erkennt jemand die Logik? Genau, ich auch, ich wohne ja auch schon länger hier und es ergibt für mich absolut Sinn: Stehen dort keine Mülleimer, dann kann auch niemand etwas in die Mülleimer hineinwerfen und deswegen entsteht auch kein Müll! Und so tuen wir alle was für die Umwelt.

Ich muss sagen, das Feuerwerk entlohnte schon für einiges, ziemlich spektakulär. Aus Deutschland kennt man ja nur das typische Silvesterspektakel (ich hörte mal von einem US-Amerikaner, der bei seinem ersten Aufenthalt zu Silvester in DE dachte, der dritte Weltkrieg ginge los) oder ein paar Studenten die von einem zweifelhaften Semi-Apotheker noch zweifelhaftere Mengen Kaliumpermanganat und Magnesium besorgen. Hier machen das professionelle Firmen… Guten Tag, meine Spezialität ist Dinge mit einem großen Bumms und Trara in die Luft zu jagen… kein schlechter Job…

die glaube ich sogar, mit ihren verschiedenen Programmen untereinander konkurrierten.

insgesamt ca. 1,5 Stunden Feuerwerksspektakel, wie gesagt durchaus beeindruckend aber… irgendwie kann ich sowas einfach nicht wirklich genießen, einfach zu viele Menschen. Dann ca. 1 Stunde in der schwülen Hitze zurückgelaufen, weil die U-Bahn natürlich dem Ansturm nicht gerecht wurde und alles im Chaos versank. Und nach der Stunde laufen dann nochmal 45 Minuten oder so Heimfahrt im überfüllten Zug.

Mal abgesehen davon, daß man nicht nur nicht sitzen konnte und ein Platz in einem Stadium (also mehr so Sportplatz, ohne Tribüne) 5000 Yen Reservierung gekostet hätte (die wir wahrscheinlich sogar bereit gewesen wären zu bezahlen, wenn es nicht schon ausgebucht gewesen wäre)…

Tokyo scheint ganz nett zu sein, hat halt nur das Problem, daß einfach zu viele Menschen da sind.

Ich habe dann eine Woche später den Kontrast zu K-Stadt gehabt. Wie gesagt, Sommer ist Feuerwerkssaison und natürlich gibt es auch was in K-Stadt. Mit ein paar Bekanten dann eben dorthin gefahren, es war noch nicht einmal das größte und spektakulärste in der Gegend aber… man merkt dann den Unterschied, wenn man in allerletzter Minute kommt, 5 Minuten Fußweg entfernt einfach bei einem McDondalds in der dunklen Ecke des Parkplatzes parkt und eben hingeht, runter zum Flußufer, auf den Rasen und sich halt ein ruhiges Plätzchen sucht. Natürlich sind Leute da, aber eben… aber eben kein Chaos. Alles relaxt.

Das Feuerwerk war dann zwar nicht so spektakulär (siehe Foto 🙂 ) wie in Tokyo, aber es war auf der anderen Seite eben auch genießbar.

Sir, die (Fern)Ostfront ist verloren, Sir. Wir müssen K-Stadt aufgeben!

Ich merke bei sowas irgendwie immer… Tokyo als Metropole ginge mir als dauerhaften Wohnsitz glaube ich mit der Zeit unglaublich auf den Sack. Zu voll, zu wenig Platz, kein einziges, wirklich ruhiges Plätzchen wo man mal abschalten kann. Für ne Zeit ist das alles ganz nett, aber irgendwann… Und für die Bewohner deutscher Großstädte sei an dieser Stelle gesagt: Nicht mal _ansatzweise_ das gleiche!

Videos sind auch vorhanden, wenn ich mal Zeit finde das zu kodieren und hochzuladen…

Es gab ein großes Feuerwerk…

August 5, 2009

und in diesem Fall bin ich mir sicher, daß die Nachbarn was bemerkt haben.

Zuerstmal das Sumidagawa Feuerweksfestival, hier die Wiki-Beschreibung.

Was der Wikipedia-Artikel nicht verrät, ist, daß von den 8 Millionen Einwohnern Tokyos, meiner persönlichen Schätzung zufolge, die Hälfte da waren. Es war wirklich voll.

Ich meine so voll, daß man sich nich vorwärts, rückwärts oder seitwärts bewegen konnte.

Ok, jetzt denkt sich der eine oder andere in Deutschland, hm, war wohl schon voll da, vielleicht so wie auf der Pfingstkirmes, hinten beim Autoscooter, beim Lenzenplatz.

Nicht mal ansatzweise!

Denk Dir den Stau vor der Dönerbude beim Dieler, multipliziere das ganze mal 1000 und Du bist nocht nicht mal nahe dran.

Der hzB wurde dreimal ordentlich auf die Schuhe getreten. Links, rechts (dann war ausgeglichen), aber dann leider nochmal links und immer mit diesen fiesen Holzdingern, weil die ganzen Damen in ihren Yukatas unterwegs waren. Wir nicht, was die hzB angeht bin ich da offen, aber an Westler hier meine Warnung aufgrund persönlicher Überzeugung: Es gibt kaum eine Möglichkeit, als Mann in traditioneller, japanischer Kleidung herumzulaufen und dabei seine Würde zu behalten. _Nicht_ möglich.

Desweiteren jede Menge Imbißstände, die bei keiner deutschen Gewerbeaufsicht so durchgegangen wäre, was Lebensmittelsicherheit u.ä. angeht. Und Bier für 500 Yen pro 330 ml Dose.

Und natürlich, und das ist das wichtigste, KEINE MÜLLEIMER weit und breit, weil natürlich die Millionen von Besuchern dieses Festivals keinen Müll produzieren.

Erkennt jemand die Logik? Genau, ich auch, ich wohne ja auch schon länger hier und es ergibt für mich absolut Sinn: Stehen dort keine Mülleimer, dann kann auch niemand etwas in die Mülleimer hineinwerfen und deswegen entsteht auch kein Müll! Und so tuen wir alle was für die Umwelt.

Ich muss sagen, das Feuerwerk entlohnte schon für einiges, ziemlich spektakulär. Aus Deutschland kennt man ja nur das typische Silvesterspektakel (ich hörte mal von einem US-Amerikaner, der bei seinem ersten Aufenthalt zu Silvester in DE dachte, der dritte Weltkrieg ginge los) oder ein paar Studenten die von einem zweifelhaften Semi-Apotheker noch zweifelhaftere Mengen Kaliumpermanganat und Magnesium besorgen. Hier machen das professionelle Firmen… Guten Tag, meine Spezialität ist Dinge mit einem großen Bumms und Trara in die Luft zu jagen… kein schlechter Job…

die glaube ich sogar, mit ihren verschiedenen Programmen untereinander konkurrierten.

insgesamt ca. 1,5 Stunden Feuerwerksspektakel, wie gesagt durchaus beeindruckend aber… irgendwie kann ich sowas einfach nicht wirklich genießen, einfach zu viele Menschen. Dann ca. 1 Stunde in der schwülen Hitze zurückgelaufen, weil die U-Bahn natürlich dem Ansturm nicht gerecht wurde und alles im Chaos versank. Und nach der Stunde laufen dann nochmal 45 Minuten oder so Heimfahrt im überfüllten Zug.

Mal abgesehen davon, daß man nicht nur nicht sitzen konnte und ein Platz in einem Stadium (also mehr so Sportplatz, ohne Tribüne) 5000 Yen Reservierung gekostet hätte (die wir wahrscheinlich sogar bereit gewesen wären zu bezahlen, wenn es nicht schon ausgebucht gewesen wäre)…

Tokyo scheint ganz nett zu sein, hat halt nur das Problem, daß einfach zu viele Menschen da sind.

Ich habe dann eine Woche später den Kontrast zu K-Stadt gehabt. Wie gesagt, Sommer ist Feuerwerkssaison und natürlich gibt es auch was in K-Stadt. Mit ein paar Bekanten dann eben dorthin gefahren, es war noch nicht einmal das größte und spektakulärste in der Gegend aber… man merkt dann den Unterschied, wenn man in allerletzter Minute kommt, 5 Minuten Fußweg entfernt einfach bei einem McDondalds in der dunklen Ecke des Parkplatzes parkt und eben hingeht, runter zum Flußufer, auf den Rasen und sich halt ein ruhiges Plätzchen sucht. Natürlich sind Leute da, aber eben… aber eben kein Chaos. Alles relaxt.

Das Feuerwerk war dann zwar nicht so spektakulär (siehe Foto 🙂 ) wie in Tokyo, aber es war auf der anderen Seite eben auch genießbar.

Sir, die (Fern)Ostfront ist verloren, Sir. Wir müssen K-Stadt aufgeben!

Ich merke bei sowas irgendwie immer… Tokyo als Metropole ginge mir als dauerhaften Wohnsitz glaube ich mit der Zeit unglaublich auf den Sack. Zu voll, zu wenig Platz, kein einziges, wirklich ruhiges Plätzchen wo man mal abschalten kann. Für ne Zeit ist das alles ganz nett, aber irgendwann… Und für die Bewohner deutscher Großstädte sei an dieser Stelle gesagt: Nicht mal _ansatzweise_ das gleiche!

Videos sind auch vorhanden, wenn ich mal Zeit finde das zu kodieren und hochzuladen…